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ignorama
> cibulka
  nabelschau 
> math

von zeit zu zeit reibe ich mir gesicht, hals, beide schultern und die arme mit dem handtuch ab. in den nabel greife ich hingegen immer mit einem meiner finger, als wuerde ich mir eine fingerspitze voll irgendwas zum ausprobieren holen. ich geniesse dabei die vorstellung jenes augenblicks, in dem einer meiner finger sozusagen in mir steckt, allerdings nicht etwa in mund, nase, ohren oder sonst einer dafuer vorgesehenen oeffnung, sondern auf den ersten blick nahezu im bauch.
ich stelle mir vor, man koennte meinen, ich hielte den finger auf eine stelle, die undicht geworden ist, weswegen mir allmaehlich die luft ausgehe, mein inneres wie heisser atem austrete und lediglich eine ausgeatmete huelle zurueckbleibe. oder schlimmer noch, dass ich wie ein beim aufblasen versehentlich dem zugriff entglittener ballon in grandiosem tempo durch die gegend rase. vollkommen ausser kontrolle und jenseits jeglicher einflussnahme. einem solchen, aus sich selbst heraus beschleunigten etwas kann man nur tatenlos hinterherschauen und hoffen, man befinde sich nicht in seiner unberechenbaren flugbahn. manch einer geht auch in deckung, da er der meinung ist, das anstarren einer derartigen bewegung bringe sie moeglicherweise auf die idee, quer ueber den eigenen standpunkt zu verlaufen. sozusagen durch einen hindurch.
> millesi